|
Mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaften werden drei Villacher auf die öffentliche Bühne gebeten, die vor allem durch ihre verdienstvollen, uneigennützigen und langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft gewirkt haben und wirken. Unser Bürgermeister will damit vor allem bekunden, dass der Aufstieg unserer Stadt nicht nur ökonomische Ursachen hat, sondern dass unsere Positiventwicklung ebenso tief in der Liebe der Menschen zu ihrer Stadt und dem uneigennützigen Einsatz von Idealisten begründet liegt.
 20 Jahre Bürgermeister unserer Stadt – Helmut Manzenreiter feiert ein außergewöhnliches Jubiläum. Am Bild von rechts Vizebürgermeister Richard Pfeiler (SPÖ), Gemeinderätin Susanne Zimmermann (VIG), Amtsjubilar Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ), Stadtrat Helmut Hinterleitner (ÖVP), Gemeinderat Ing. Ferdinand Truppe (BFT) und Stadtrat Walter Lang (Die Freiheitlichen). Foto: Willi Zore
"AUSNAHMEPOLITIKER". Der Tagesordnungspunkt "Verleihung der Ehrenbürgerschaft" wurde deshalb von Vizebürgermeister Richard Pfeiler (SPÖ) zum Anlass genommen, um in einem kurzen Innehalten unserem Bürgermeister namens seiner Gesinnungsgemeinschaft zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum entsprechend zu gratulieren sowie die 20-jährige Regierungszeit und Politikerpersönlichkeit Manzenreiters zu würdigen. "Er ist ein Ausnahmepolitiker von österreichischem Format." Pfeiler meinte dies nicht nur statistisch, weil Manzenreiter längst dienender Villacher Bürgermeister der Ersten Zweiten Republik ist, sondern aufgrund seiner "eindrucksvollen Bilanz für Villach".
KÄRNTENS WIRTSCHAFTSLOKOMOTIVE. Manzenreiter habe als leidenschaftlicher Demokrat und Kapitän das Schiff Villach durch eine stürmische See der sich radikal verändernden Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen erstaunenswert erfolgreich manövriert und unsere Stadt aus der Zeit der Grundstoffindustrie, der Eisenbahnerstadt, in die neue Zeit der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft geführt. "Villach ist inzwischen mit seinen Hightech-Betrieben zur Wirtschaftslokomotive Kärntens aufgestiegen, und die Meinung der Kärntner und namhafter Persönlichkeiten über unser Bundesland hinaus lautet nicht von ungefähr: In Villach ist die Zukunft zu Hause."
VILLACH WURDE "MARKE". Pfeiler unterstrich, dass Manzenreiter Villach zu einer "Marke" gemacht habe, wobei das Vertrauen, das die Villacherinnen und Villacher ihrem Bürgermeister auch am Beispiel vergangener Wahlen entgegen bringen, eindrucksvoll für sich spreche. Er habe das Bedürfnis nach mehr direkter Demokratie und Bürgerbeteiligung früh erkannt und mit Leben erfüllt: Planen mit dem Bürger, Beiräte oder Architektenwettbewerbe stünden beispielgebend dafür.
HOCHPROFESSIONELL. Den Gratulationen schlossen sich die kommunalpolitischen Mitbewerber, Klubobfrau Wally Rettl (Die Freiheitlichen), Stadtrat Helmut Hinterleitner (ÖVP), Gemeinderätin Susanne Zimmermann (VIG) und Ing. Ferdinand Truppe (BFT) mit den besten Wünschen an, wobei im Besonderen die hochprofessionelle Arbeit Manzenreiters, seine Dynamik und seit Weitblick herausgestrichen wurden.
GEMEINSAM FÜR VILLACH. Manzenreiter dankte den Gratulanten in sehr persönlich gehaltenen Worten für die Zusammenarbeit. Die gemeinsame Tätigkeit für unsere Stadt stehe für ihn im Vordergrund, doch bedinge Demokratie auch Auseinandersetzung, wobei das Entscheidende daran sei, sich über Grenzen hinweg für die Stadt zueinander zu finden. Auch aus Konflikten heraus sei viel Gutes entstanden. Politik mache ihm Freude, und seine bisherige politische Zeit habe er mit großer Leidenschaft gelebt. "Arbeiten wir gemeinsam für unsere Stadt – sie hat es verdient!", schloss er.

KOMMERZIALRAT KLAUS KUMMERER zählt zu jenen zentralen Persönlichkeiten unserer Stadt, die sich in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet des Umweltschutzes sehr verdient gemacht haben. In seiner mittlerweile über 20-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als längst wirkender Obmann der Sektion Villach des Österreichischen Alpenvereins hat sich Klaus Kummerer unermüdlich für die Erhaltung und den Schutz unserer Umwelt eingesetzt und aufgrund seines Engagements auch zahlreiche Kinder und Jugendliche für dieses wichtige Thema sensibilisieren und begeistern können.
OSKAR PASSERNIG. Sein Name ist untrennbar mit zwei Erfolgsgeschichten unserer Stadt verbunden: Mit der nachhaltigen Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr in Villach unter seiner Leitung als langjähriger Bezirksfeuerwehrkommandant sowie mit zahlreichen eindrucksvollen sportlichen Erfolgen der Skiläufervereinigung Villach, ebenfalls unter seiner Leitung als langjähriger und noch immer aktiver Obmann. Ohne auf seine Verdienste im Einzelnen wirklich eingehen zu können, kann festgestellt werden, dass Oskar Passernig seine ehrenamtlichen Funktionen und Aufgaben im Wandel der Zeit vorbildlich gemeistert hat und auch weiterhin meistert.
PROFESSOR MAG. HELMUT WULZ. Wer seinen Namen hört, verbindet ihn sogleich mit musikalischer Kompetenz und natürlich mit dem A-capella-Chor Villach, als dessen künstlerischer Leiter und "Mastermind" er seit mehr als vier jahrzehnten für die Entwicklung eines der wichtigsten kulturellen Aushängeschilder unserer Stadt verantwortlich zeichnet. Professor Wulz hat es auch immer verstanden, den Sängerinnen und Sängern die Bedeutung und Vielfalt des Volksliedes näher zu bringen. Sein volkskultureller Weitblick führte auch zur Auseinandersetzung mit musikalischen Überlieferungen der Nachbarn.
:ehrenbürger Die Ehrenbürgerschaft wurde jahrzehntelang ausschließlich an die Altbürgermeister unserer Stadt vergeben. Mit Professorin Dr.in Gerda Fröhlich ist im Jahr 2003 nicht nur erstmals eine Frau zu diesen Ehren gekommen, sondern zum ersten Mal auch ein Nichtbürgermeister. Eine Anstecknadel und eine handgeschriebene Urkunde sind die sichtbaren Zeichen dieser Ehre, die im Rahmen einer Feierstunde den Geehrten übergeben werden. | |