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Anselm „Sam“ Inzinger wurde 1911 geboren. Der gelernte Maschinenbauer engagierte sich aktiv bei zahlreichen Vereinen und Organisationen in unserer Stadt, wie beispielsweise beim Arbeiterturnverein. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Ehefrau Hedwig Pirker kennen.
 1949 emigrierten Sam und Hedy Inzinger mit den Töchtern Linda und Jennifer auf der Queen Elisabeth die USA. 1961 – das Ehepaar glücklich in der neuen Heimat.
HOCHVERRAT. Aufgrund seines Engagements bei den illegalen Revolutionären Sozialisten wurde Anselm Inzinger im Mai 1935 verhaftet. Gemeinsam mit Viktor Petschnik und Josef Resch – den späteren Bürgermeister in unserer Stadt – musste er sich im Landesgericht Klagenfurt im November 1935 wegen Hochverrates verteidigen. Inzinger wurde zu zwei Monaten Arrest verurteilt, die er allerdings bereits während seiner sechsmonatigen Untersuchungshaft verbüßt hatte.
EXIL. Im Jahre 1935 emigrierte Sam Inzinger mit Hilfe seines Freundes Alois Buttinger nach England. Seine Freundin Hedwig hatte in der Zwischenzeit in der Schweiz eine Stelle als Dienstmädchen angenommen. Sie folgte ihrem künftigen Mann im April 1938 ins britische Exil. Die Töchter Linda und Jennifer wurden geboren.
HEIMATURLAUB. Aufgrund der trostlosen Verhältnisse fassten die Inzingers den Entschluss, in die USA auszuwandern. Am 3. August 1949 trafen sie in New York ein. Während der ersten Monate unterrichtet Inzinger in einer Schule, um dann bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1965 für verschiedene Firmen Druckereimaschinen zu entwerfen. Im Ruhestand verbrachten Sam und Hedy Inzinger alle zwei Jahre einen Heimaturlaub in ihrer Heimatstadt Villach.
:info Im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Der Onkel aus Amerika“ werden Auswandererschicksale der vergangenen 100 Jahre dokumentiert. Wie jenes von Anselm (+2003) und Hedwig Inzinger (+1990). Sie haben in New York ihre neue Heimat gefunden. | |