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Der Rückzug des Landes von seinem eigenen Naturpark-Projekt löste um den Dobratsch heftige Diskussionen, vor allem aber entsprechende Empörung aus. Um wenigstens einen Teil der eingeleiteten Aktivitäten auf "Sparflamme" weiterführen zu können, wurde eine Interkommunale Plattform ins Leben gerufen, bestehend aus unserer Stadt und den Anrainergemeinden Arnoldstein, Nötsch und Bad Bleiberg. Das Land wird allerdings nicht aus seiner Pflicht entlassen. Im Gegenteil: Die Anrainergemeinden werden ständig seine Verpflichtung einmahnen.
 Ein Wintermärchen - so präsentierte sich unser Naturpark im vergangenen Winter - Blick auf die Rosstratte. Fotos: Gerhard Maurer (2), Heuberger
NEU GEGRÜNDET. "Der Verein Naturpark Dobratsch musste im heurigen Juni seinen Betrieb aufgrund der fehlenden Finanzierung seitens des Landes einstellen. Wir, die Gemeinden um den Dobratsch, haben daher gehandelt und eine neue 'Interkommunale Plattform' gegründet´", sagt Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger, eine der Initiatorinnen dieser neuen Gemeindekooperation.
WICHTIGER PARTNER. Als wichtiger Partner und Mitglied dieser neu gegründeten Interkommunalen Plattform Naturpark Dobratsch (IP Dobratsch) konnte Dr. Christian Heu von der Großglockner Hochalpenstraßen AG gewonnen werden. Er ist auch Geschäftsführer der Villacher Alpenstraße. Diese Straße ist für sich alleine schon ein "Highlight" des Naturparks. Aussichtsplattform (Parkplatz 6) und Kinderspielplatz (Rosstratte) gelten als Besuchermagneten.
 1) Die geräumten Spazierwege laden zum gemütlichen Schneebummel in klarer Bergluft ein. 2) Sanfter Tourismus, das genießen große und kleine Freizeitsportler im Naturpark Dobratsch. 3) Das Naturpark-Marterl in Heiligengeist präsentierte sich mit einer dicken Schneehaube. 4) Den Tourengeher bietet sich ein atemberaubender Blick, über dem Tal hängt eine dicke Nebeldecke.
KOORDINATOREN. Die IP Dobratsch verzichtet bewusst auf straffe Organisationsformen und aufwändigen Betrieb. "Unsere Arbeit soll den Wirtschaftstreibenden, den Schulen und dem Tourismus dienen und rasch zu ersten herzeigbaren Ergebnissen führen", erklärt der Arnoldsteiner Bürgermeister Erich Kessler. So soll es je Gemeinde einen Koordinator geben, der die Projekte und Initiativen der IP Dobratsch betreut. Arbeitsgruppen, die aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammengesetzt werden, ergänzen einzelne Maßnahmen.
 Um Stillstand zu vermeiden, wird der Naturpark Dobratsch von den Anrainergemeinden weitergrführt. Von links Bürgermeister Dipl.-Ing. Franz Staudacher (Nötsch), Vizebürgermeister Luis Fuchs (Bad Bleiberg), Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger und Bürgermeister Erich Kessler (Arnoldstein).
KONKRETER ARBEITSPLAN. Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger: "Wir wollen mit dieser Gemeindeplattform zeigen, dass erfolgreiche Arbeit für den Naturpark und die Bevölkerung geleistet werden kann. Wir wollen die Arbeit selbst in die Hand nehmen und haben auch schon einen ganz konkreten Arbeitsplan für die nächsten Wochen und Monate entwickelt."
NATURPARK-PRODUKTE. "Im Frühjahr wird das Biomasseschaukraftwerk in Nötsch eröffnet. Es informiert die Besucher über die nachhaltige CO2-neutrale Nutzung von biogenem Material. Nötsch im Gailtal besitzt eine große Konzentration an Biomasseanlagen", verrät Dipl.-Ing. Franz Staudacher, Bürgermeister von Nötsch, eines der bereits abgeschlossenen Naturparkprojekte. Er ist sicher, dass die IP Dobratsch erfolgreich arbeiten wird. |