Widmanngasse 38 Täglich, 10 bis 18 Uhr
Die Ausstellung dokumentiert die oft schicksalhaften Unternehmungen der Kärntner Auswanderer, insbesondere jener aus dem Gailtal und Villach. Dabei werden die Beweggründe der Suche nach einer neuen Heimat erforscht und die Spuren von beteiligten Familien und Einzelpersonen verfolgt. Die Dokumentation ist kein bloßes historisches Zeugnis;
In der Zeit von 1900 bis Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts emigrierten Tausende Kärntner nach Übersee. Meist waren es die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Heimat, welche die Menschen den risikoreichen Entschluss auszuwandern fassen ließen. Zudem mussten in den Jahren 1934 - 1945 so manche Kärntner das Land wegen politischer oder rassistischer Verfolgung fluchtartig verlassen. Einige von ihnen haben ihre neue Heimat ebenfalls in Amerika gefunden. Der Weggang aus der Kärntner Heimat Richtung Amerika ist eingebettet in die facettenreiche europäische Migrationsgeschichte. Migration ist ein sozialer Prozess, der Antworten auf mehr oder minder komplexe ökonomische und gesellschaftliche Existenz- bzw. Rahmenbedingungen liefert. Die Geschichte von Wanderbewegungen erhellt dabei immer auch einen Teil der allgemeinen Geschichte. Um dem - stets aktuellen - Thema Emigration zu entsprechen, werden zu dem Ausstellungsprojekt "Der Onkel aus Amerika" auch in Übersee umfangreiche Recherchearbeiten unternommen. Neben zahlreichen amerikanischen Archiven wurden bisher an die hundert in Nordamerika lebende Auswanderer besucht und interviewt. Die Vielzahl an lebensgeschichtlichen Erinnerungen ermöglicht trotz ihrer oft streng subjetiven Erfahrungen weiter reichende Überlegungen zum Thema Migration. Im Rahmen dieser Ausstellung werden neben der (kultur-)historischen Aufbereitung auch sehr persönliche, künstlerische Annäherungen (mehrere Fotografiebeiträge sowie ein Dokumentarfilm) zum Thema zu sehen sein.
Die Ausstellung "Der Onkel aus Amerika" wird im Museum der Stadt Villach und im öffentlichen Raum präsentiert, zumal Auswanderung inhaltlich immer mit Orten, Plätzen, Wegen und Straßen korrespondiert.
Ein Ausstellungsprojekt des Vereines Industrie und Alltagsgeschichte in Zusammenarbeit mit der Stadt Villach.
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Informationen und Kontakte:
| VIA - Verein Industriekultur u. Alltagsgeschichte |
Stadt Villach, Projektbüro |
| Dr. Werner Koroschitz |
Dr. Josef Neugebauer |
| Tel. +43 (0)676 / 77 29 394 |
Tel. +43 (0)4242 / 205 - 1720 |
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E-Mail: koroschitz@aon.at
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E-Mail: projektbuero@villach.at
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