SOZIALBUDGET - Enorme Steigerung Sozialbudget um 15 Prozent erhöht Der Sozialbereich ist in Villach bekanntlich ungleich höher dotiert als in anderen Kommunen: Während die Inflationsrate für 2009 mit etwa drei Prozent prognostiziert wird, steigert die Stadt Villach ihre Sozialausgaben im kommenden Jahr um rund 15 Prozent! "Sollte sich die wirtschaftliche Situation verschärfen, hat unsere Stadt aufgrund ihrer soliden Finanzlage immer noch entsprechenden Spielraum, um ihre Sozialleistungen noch weiter zu verstärken", erklärt Manzenreiter. Sollte dies nötig sein, werde sich die SPÖ dafür besonders einsetzen. Der Voranschlag 2009 für Soziales ist mit 17,5 Millionen Euro also um rund 15 Prozent höher dotiert als im Vorjahr.
 "Soziales" und "Beschäftigung" sind die Budget-Schwerpunkte für 2009 - die Stadt Villach reagiert damit auf die wirtschaftlich schwieriger werdende Situation. Bürgermeister Helmut Manzenreiter, Finanz- und Wirtschaftsreferentin Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger sowie Finanzdirektor Mag. Emil Pinter während der Vorstellung des Haushaltsplanes fürs kommende Jahr. Foto: Willi Zore
Verlässliches Netzwerk In der Stadt Villach können sich die Menschen darauf verlassen, dass sie in Notsituationen nicht allein gelassen werden, dass alte Menschen, hilfsbedürftige und sozial schwächer gestellte Menschen ein verlässliches Netzwerk an freiwilligen und institutionalisierten Dienst- und Hilfeleistungen vorfinden. "Und in Villach wird mit Nachdruck darauf geschaut, dass die Stadt für die Menschen nicht nur ein Ort des Wohlfühlens ist, sondern auch ein Ort der Sozialleistungen mit besonderer Qualität", betont Manzenreiter. Die Stadt Villach sei stolz auf das umfangreiche soziale Betreuungsprogramm, das über viele Vereine auch ehrenamtlich geleistet werde, und sei für die hervorragende Partnerschaft mit den Vereinen sehr dankbar.
 Voraussichtlich drei Prozent Inflationsrate 2009 - die Stadt Villach steigert ihre Sozialausgaben im kommenden Jahr um rund 15 Prozent! Sollte sich die wirtschaftliche Situation verschärfen, hat die Stadt Villach aufgrund ihrer soliden Finanzlage immer noch entsprechenden Spielraum, um ihre Sozialleistungen noch weiter zu verstärken. Foto: ©iStockphoto.com/anne dehaas
Effiziente Hilfe für alle Lebenslagen Der Bogen spannt sich dabei von der Heim- und Hauskrankenhilfe, den Heizkostenzuschuss, die Jugendwohlfahrt, Pflegeheime, den Kinderbetreuungseinrichtungen, Krankenanstalten, der Hilfe zum Lebensunterhalt, Hilfe in besonderen Lebenslagen bis zu den umfangreichen Förderungsmaßnahmen für soziale Institutionen, die all jenen ein wirksamer und unverzichtbarer Hort ist, die einen Pflege- und Betreuungsstützpunkt, Hilfe, Lebensanleitung brauchen oder einfach gesellschaftlicher oder direkter menschlicher Zuwendung bedürfen. In Villach gibt es keine Obdachlosen.
BESCHÄFTIGUNGSPAKET Großinvestitionen "Neben der großen Steigerung des Sozialhaushaltes werden zur Sicherung der Arbeitsplätze übers Budget der Stadt eine Reihe beschäftigungspolitischer Maßnahmen eingeleitet, die Großinvestitionen von über 45 Millionen Euro auslösen werden", betont Manzenreiter. Zum geballten Beschäftigungspaket zählen vor allem die Errichtung der Erlebnistherme neu in Warmbad, die neuen ÖBB-Bahnunterführungen in Seebach und Magdalen, die Kreisverkehre bei Warmbad und Möltschach sowie auch der Neubau des Rüsthauses für die FF St. Martin.
Tiroler Straße und Zeidler-von-Görz-Straße Nach heurigen Fertigstellung der ersten Etappe wird im kommenden Jahr die Erneuerung der Tiroler Straße fortgesetzt. Südseitig, als Anschluss der Berufsschule, wird ein neuer Radweg geführt. Die Investitionssumme beläuft sich auf 400.000 Euro. Ebenso wird 2009 die Erneuerung der Zeidler-von-Görz-Straße (Hauptbahnhof Richtung Ossiacher Zeile) eingeleitet; auch hier wird der Verkehrsweg durch einen Radweg ergänzt.
 Budget-Schwerpunkt "Arbeit": Neben der großen Steigerung des Sozialhaushaltes werden zur Sicherung der Arbeitsplätze übers Budget der Stadt eine Reihe Beschäftigungspolitischer Maßnahmen eingeleitet, die 2009 Großinvestitionen in Höhe von über 45 Millionen Euro auslösen werden. Foto: Willi Zore
STANDORTDYNAMIK Fachhochschule, Forschung und Entwicklung Die Fachhochschule mit ihren gefragten Studiengängen sowie der Bereich Forschung und Entwicklung mit dem CTR-Forschungs- und Entwicklungszentrum, KAI (Kompetenzzentrum für Auto- und Industrieelektronik), den Firmen Micronas oder Grace Semiconductor (Forschung und Entwicklung), tragen in Villach wesentlich zur Standortdynamik bei. 1170 Studentinnen und Studenten frequentieren derzeit die Fachhochschule in den Studiengängen Geoinformation, dem neuen Studiengang Systems Engineering sowie Unternehmensführung und Public Management. Mit Zuwendungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro fördert die Stadt Forschungsmaßnahmen und trägt die FH-Erfolgsgeschichte entscheidend mit.
Erlebnistherme - dynamischer Entwicklungsschub Mit der Errichtung der Erlebnistherme neu in Warmbad (35 Millionen Euro) folgt im kommenden Jahr ein weiterer dynamischer Entwicklungsschub - nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte Region. "Das für den Alpen-Adria-Raum einzigartige Thermenprojekt ist nicht nur für die touristische Weiterentwicklung in Warmbad mit den rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 2000 Gästebetten, sondern auch für das touristische Angebot des Kärntner Zentralraumes mit rund 4,5 Millionen Nächtigungen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor mit enormer Impulswirkung", unterstreicht Manzenreiter.
Altstadtoffensive biegt in die Zielgerade Neue Dynamik auch fürs Bahnhofsviertel: Nach Fertigstellung der Tiefgarage "Bahnhof-Draupassagen" als Voraussetzung für die Errichtung des neuen Einkaufszentrums "Draupassagen, der Erweiterung der Musikschule, AK-Alpen-Adria-Mediathek, Attraktivierung Moritschstraße/8.-Mai-Platz oder der Gerbergasse werden im Zuge der Altstadtoffensive im kommenden Jahr die Bahnhofplätze Ost sowie West fertiggestellt und somit auch die Abwicklung des öffentlichen Verkehrs optimiert. Vor dem Hauptbahnhof wird ein Kreisverkehr errichtet. Manzenreiter: "Mit dem Abschluss dieser Großinvestitionen biegt unsere Altstadtoffensive in den kommenden zwei Jahren in die Zielgerade."
Einnahmen und Ausgaben Der Ordentliche Haushalt sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von insgesamt 172.383.400 Euro vor (plus 5,57 Prozent). Der Außerordentliche Haushalt wird der Wirtschaft wieder viele Aufträge bringen, somit Arbeitsplätze sichern und am Standort wesentliche Wirtschafts- und Beschäftigungsimpulse setzen. Für die zahlreichen Maßnahmen wurde über den Außerordentlichen Haushalt und die VIV (Tochtergesellschaft der Stadt) ein Wirtschaftspaket im Ausmaß von 18,1 Millionen Euro geschnürt. Die Haushaltspläne konnten ausgeglichen erstellt werden.
"Effizient und sorgsam" "Wir haben den Haushaltsplan sehr effizient und sorgsam erstellt", betont Finanz- und Wirtschaftsreferentin Stadträtin Mag.a Hilde Schaumberger. Das Budget - so Schaumberger - bürge darüber hinaus nicht nur für eine zielstrebige Weiterentwicklung unserer Stadt, sondern garantiere der Bevölkerung qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen im Bereich der Bildung, Gesundheit, des Sozialen, Sport und der Kultur.
Villach ist schuldenfrei! Die finanzielle Situation der Stadt Villach ist dank nachhaltiger und vorausschauender Politik gut: Villach ist schuldenfrei. Der Pro-Kopf-Kreditaufwand wurde von 795 Euro (2008) auf nunmehr 748 Euro (2009) verringert. Den 748 Euro steht jedoch ein Kapitalvermögen von 1444 Euro gegenüber. Das Kapitalvermögen resultiert vorwiegend aus dem Kelag-Fonds. Der Annuitätendienst verringert sich von 4,37 Prozent (2008) auf 4,01 Prozent (2009).
Personalkostenanteil im untersten Drittel Der Personalkostenanteil am Budget ist ein Indikator für Reformfreudigkeit und wirtschaftlichen Personaleinsatz einer Kommune. In der Stadt beläuft sich der Personalkostenanteil auf 22,2 Prozent und liegt somit österreichweit im untersten Drittel. Manzenreiter: "Unsere Stadt hat eine schlanke und effiziente Verwaltung und mit einer hohen Leistungsfähigkeit auch in den Dienstleistungsbereichen wie Wirtschaftshof, Stadtgarten oder Entsorgung."
Keine Gebührenerhöhungen! Aufgrund der zunehmend schwieriger werdenden Situationen in den Haushalten und der ständig steigenden Lebenshaltungskosten kommt es im kommenden Jahr in der Stadt zu keinen Tarif- oder Gebührenerhöhungen. Alle Gebühren bleiben somit im Vergleich zu anderen Städten unverändert niedrig.
Lückenschluss im Radwegenetz Radeln wird immer beliebter - das Villacher Radwegenetz wird im kommenden Jahr weiter optimiert: Im Zuge des weiteren Ausbaus des Radwegenetzes wird nun zwischen Perau und der Friedensbrücke - am rechten Drauufer - auf einer Länge von rund eineinhalb Kilometern eine weitere Lücke geschlossen. Kostenpunkt: 115.000 Euro. Damit wird auch auf dieser Drauseite an der GAV-Brücke der Radler-Drehpunkt Richtung Gailradweg und Ossiacher See erreicht. Im Zuge des weiteren Ausbaus der Tiroler Straße wird hier auch hier ein Radweg neu errichtet.
ÖBB-Lärmschutz wird fertig - nun Gemeindestraßen Mit der Fortführung der ÖBB-Lärmschutzmaßnahmen in Richtung Warmbad wird 2009 - die Stadt trägt 450.000 Euro dazu bei - die große Lärmschutzinitiative abgeschlossen. "Jetzt setzt sich unsere Stadt mit Nachdruck dafür ein, dass nun auch an den Gemeindestraßen Lärmschutzmaßnahmen gesetzt werden. Für die dafür notwenidgen Lärmmessungen wurden fürs kommende Jahr bereits 60.000 Euro veranschlagt", erklärt Manzenreiter.
Qualitätsverbesserungen in Kindergärten, Schulen Der Bildungsbogen spannt sich in Villach von den Kindergärten bis zur Fachhochschule. Für die Kindergärten und Horte wurden rund 5,6 Millionen Euro veranschlagt, also um 900.000 Euro mehr als im Vorjahr. Standardsverbesserungen in den Volksschulen Völkendorf und St. Andrä (drei zusätzliche Klassenräume) sowie ein neuer Physik- und Chemiesaal in der Hauptschule Auen runden die Qualitätsverbesserungen in den Pflichtschulen ab. In der Allgemeinen Sonderschule, Trattengasse, wird die Küchenanlage komplett erneuert.
70 Prozent besuchen den Kindergartren gratis - Sozialstaffelung großzügig verbessert Größtes Augenmerk legt die Stadt Villach in ihrer sozialen Verantwortung den Familien und Erziehungsverantwortlichen gegenüber auf leistbare oder Kindergarten-Nulltarife. So werden bereits 70 Prozent der Kinder nicht nur qualitativ erstklassig, sondern gratis betreut. Darüber hinaus wurde zur Entlastung der Familien die soziale Tarifstaffelung großzügigst verbessert, und zwar wurden die Einkommensgrenzen deutlich nach oben gesetzt, so dass noch mehr Familien in den Genuss von günstigen bis zu Nulltarifen kommen.
 In Villach besuchen 70 Prozent der Kinder den Kindergarten gratis, die soziale Tarifstaffelung wurde zur Entlastung der Familien die soziale Tarifstaffelung großzügigst verbessert, und zwar wurden die Einkommensgrenzen deutlich nach oben gesetzt. Die Stadt fordert den Gratis-Ganztageskindergarten für ganz Kärnten. Foto: Gerhard Maurer
Manzenreiter fordert Erhöhung der Kindergartenförderung Manzenreiter wies darauf hin, dass Kärnten im Kindergartenbereich österreichweit die drittschlechteste Förderung aufweist. "Wir erwarten uns jetzt vom Land eine deutliche Erhöhung der Förderung ähnlich der Steiermark, so dass der Gratis-Ganztageskindergarten für ganz Kärnten möglich wird." Erneuert und erweitert wird der Kindergarten Völkendorf. Fertigstellung: Sommer 2009. Kräftig gefördert (Erneuerungsmaßnahmen, laufender Betrieb) seitens der Stadt werden auch die kirchlichen Kindergärten, heuer mit rund 600.000 Euro. Für Renovierungsmaßnahmen in privaten Kinderbetreuungseinrichtungen sind für kommendes Jahr 154.000 Euro vorgesehen.
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Budget-Schwerpunkte für 2009
- Erlebnistherme neu: 963.000 Euro
- Neugestaltung Bahnhofplätze Ost und West sowie Bahnhofstraße: 2 Millionen Euro
- Fachhochschule: 2,2 Millionen Euro
- Beitrag Verkehrsverbund Kärnten: 521.000 Euro
- Stadtmarketing: 645.000 Euro
- Stadtservicestelle: Erweiterung und Behinderten-WC: 220.000 Euro
- Feuerwehren: Mannschaftstransportfahrzeug, Trockenschränke, Neubau
- Rüsthaus St. Martin (Einrichtung): 83.000 Euro
- Villacher Turnverein - Erneuerung Turnhalle: 75.000 Euro
- Revitalisierung Volksschule Völkendorf: 190.000 Euro
- Volksschule St. Andrä - drei neue Klassenräume: 450.000 Euro
- Hauptschule Auen - Erneuerung Physik- und Chemiesaal: 110.000 Euro
- Allgemeine Sonderschule - Erneuerung, neue Schulmöbel: 30.000 Euro
- Kindergarten Friedenspark - Fallschutzplatten: 10.000 Euro
- Kindergarten Maria Gail - Erneuerungsmaßnahmen: 80.000 Euro
- Pfarrkindergarten St. Martin - Erneuerung: 120.000 Euro
- Stadion Lind - Neuerrichtung Zielhaus und neue Laufbahn: 50.000 Euro
- Alpenarena Rollerstrecke: 500.000 Euro
- Vorbereitung Alpen-Adria-Ausstellung (2011) "Vor Urlaubsreisen und Schmuggelfahrten": 35.000 Euro
- Grundankäufe für Straßenbaumaßnahmen: 120.000 Euro
- Straßenerneuerungsprogramm: 1,1 Millionen Euro
- Kreisverkehrsanlage B 86 - Ossiacher Straße, Anbindung GAV, Aufschließung Tourismusschule: 913.000 Euro
- Neugestaltung Bahnhofplätze und Bahnhofstraße: 2 Millionen Euro
- Ringmauergasse - Erneuerung Buswartehäuschen: 130.000 Euro
- Errichtung Fuß- und Radwege: 125.000 Euro
- Zentralrechner Ampelsteuerungssystem: 264.000 Euro
- Vogelweidepark - Neugestaltung und Möblierung: 22.000 Euro
- Öffentliche Beleuchtung, "StadtLichtVillach" 150.000 Euro
- Ufergestaltung Vassacher See: 5000 Euro
- Grundstücksankäufe - Rollerstrecke, Kreisverkehr B 86/Dobratsch-Auffahrt, Betriebsansiedelungen: 750.000 Euro
- Gemeindeeigene Wohnungen (Burgenlandstraße, St. Magdalener Straße, Rennsteiner Straße) - Erneuerungsmaßnahmen: 1,030 Millionen Euro
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