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Mit zahlreichen privaten wie kommunalen Vorzeigeprojekten ist unsere Stadt in Kärnten in vielen Bereichen stets einen klimarelevanten Schritt voraus: Von der energetischen Nutzung des Deponiegases der stillgelegten Deponie in Müllnern bis zum neuen Biomasse-Heizkraftwerk der Firma Biomasse Energie in der Unteren Fellach, von spezifischen Fördermodellen zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zum offensiven Ausbau des Fernwärmenetzes reichen die ehrgeizigen Schwerpunktsetzungen zum aktiven Klimaschutz in Villach", betonte Bürgermeister Helmut Manzenreiter im Rahmen des feierlichen Beitritts unserer Stadt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden im Bambergsaal des ehemaligen Parkhotels.
 Feierlicher Beitritt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden: Am Bild von rechts Bürgermeister Helmut Manzenreiter, Umweltreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Ing. Reinhart Rohr und Gerhard Moritz (Geschäftsführer energie:bewusst Kärnten). Hinten von links Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Wally Rettl und Energiereferent Vizebürgermeister Richard Pfeiler. Fotos: Willi Zore (4)
Höhere Energieperformance. Mit dem Beitritt zum e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden verfolgen wir - so Manzenreiter - mit Nachdruck das Ziel einer schrittweisen, offensiven Weiterentwicklung der Energieperformance durch klar definierte Teilziele, dem Aufbau von Strukturen und Vernetzung von Akteuren sowie dem intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den e5-Partnergemeinden. Mit dem Beitritt zum e5-Programm - unsere Stadt erhielt durch seine bisherigen umfassenden Bemühungen zur Reduzierung des klimarelevanten CO2 auf Anhieb den Doppel-e-Status ("ee") zuerkannt - bekennt sich unsere Stadt zu einem nachhaltigen Umgang mit Energie und Rohstoffen sowie zur Förderung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energieträger.
 Vorzeigeprojekt: Biomasse-Heizkraftwerk der Firma Biomasse Energie in der Unteren Fellach.
Mehr Lebensqualität durch weitere CO2-Reduktion. Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Wally Rettl unterstich, dass mit diesem Beitritt in Zukunft auch ein Mehr an Lebensqualität durch die weitere deutliche Reduzierung des klimarelevanten CO2 in Villach zu erwarten sei. Energiereferent Vizebürgermeister Richard Pfeiler wies darauf hin, dass in die energetische Sanierung des städtischen Wohnhausbestandes in den vergangenen Jahren rund 16, 5 Millionen Euro geflossen seien. Weitere Initiativen sollen folgen.
 Helmut Kienreich, Bürgermeister der steirischen Energiestadt Weiz, referierte über Energieeffizienz und Klimaschutz.
Vorteile für Wirtschaft, zusätzliche Arbeitsplätze. Den Festvortrag hielt Helmut Kienreich, Bürgermeister der steirischen Energiestadt Weiz. Er stellte die umfangreichen und zukunftsweisenden Initiativen von Weiz in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz, die von der Initiative Passivhäuser über den offensiven Ausbau der Fernwärme bis hin zu ökologischen Sanierungen und mehr e-Mobilität reichten, vor: "Es ist uns gelungen, den Einsatz erneuerbarer Energieträger mit speziellen Forschungsprojekten zu koppeln, was auch unserer heimischen Wirtschaft einen enormen Nutzen brachte. Durch die intensiven Bemühungen im Rahmen des e5-Programms dürfen wir uns nicht nur über den Vier-e-Status freuen, sondern es konnten auch zahlreiche zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden."
 Stillgelegte Deponie in Müllnern: Verwertung von Deponiegas für die Fernwärme in unserer Stadt. Foto: Oskar Höher
Vorreiterrolle. Im Sinne von "Global denken und lokal handeln" nimmt unsere Stadt gemeinsam mit privatwirtschaftlichen Partnern bei der Reduzierung des klimarelevanten CO2 österreichweit bereits seit Jahren eine Vorreiterrolle ein: Industrielle Abwärme (OMYA), Kraft-Wärme-Kopplung auf Biomasse-Basis (Biomasse Energie), Verwertung von Deponiegas (Müllnern) werden von der Kelag Wärme als erneuerbare Energieträger effizient für die Fernwärme in Villach genutzt. Seit dem Jahre 1995 konnte in unserer Stadt der CO2-Ausstoß somit um mehr als die Hälfte verringert werden. Manzenreiter: "Das Kyoto-Ziel, die Treibhausgas-Emissionen zu halbieren, hat somit unsere Stadt in ihrem kommunalen Verantwortungsbereich schon längst erreicht!"
 Feierlicher Beitritt zum e5-Programm: Zahlreiche interessierte Besucher im Bambergsaal des ehemaligen Parkhotels.
Aktiver Klimaschutz. Durch die Forcierung der erneuerbaren Energieträger sind in unserer Stadt in den vergangenen Jahren bereits mehr als 4,5 Millionen Liter Öl-Äquivalent eingespart worden. Dies entspreche einer CO2-Reduktion von 25.000 Tonnen pro Jahr. Im Netzwerk-Management mit den privaten Kooperationspartnern für die Wärmeaufbringung werde in Villach - so Manzenreiter - eindrucksvoll gezeigt, was unter aktivem Klimaschutz zu verstehen sei: "Mit dem e5-Programm werden wir in Zukunft einer strengen und objektiven Prüfung unterzogen. Wir wollen auch hier unseren Ehrgeiz beweisen und ganz vorne mitspielen!"
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:e5-Programm
Das e5-Programm steht seit Jahren für herausragende Erfolge im Energiebereich auf kommunaler Ebene.
Wesentliche Elemente des e5-Programms sind dabei:
- Die Berücksichtigung aller energierelevanten Handlungsfelder von Gemeinden (Energieversorgung, Entsorgung, Planung, Mobilität...)
- Die schrittweise Verbesserung der Energieperformance durch klar identifizierbare Teilziele
- Der Aufbau von Strukturen und die Vernetzung von Akteuren innerhalb der Gemeinde (Politik, Verwaltung, Bürger, Betriebe, Initiativen) sowie der Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden
- Die Qualifizierung und Unterstützung kommunaler Akteure bei Planung und Umsetzung von Maßnahmen durch das e5-Beraternetzwerk
- Regelmäßige interne und externe Erfolgskontrolle sowie die Auszeichnung der Gemeinden entsprechend ihrem Erfolg
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