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Neues Aus Alt-Villach - Das neueste Museumsjahrbuch Gemäß dem Titel und dem Grundsatz "Neues aus Alt-Villach" zu bieten, enthält der Jahresband 2009 wieder ein breites Spektrum stadtgeschichtlicher Ergebnisse. Wilhelm Neumann berichtet von der Herkunft des Villacher Stadtwappens. Es ist das älteste aller Städte in Österreich und schon 1240 nachgewiesen. Wie hier dargestellt, ist es auch älter als ähnliche Kärntner Adelswappen und vermutlich aus dem Wappen des für Villach bedeutenden Bamberger Bischofs Ekbert von Andechs herzuleiten. In einem kurzen Nachruf wird an den im März 2009 verstorbenen Autor und seine vielfältigen Verdienste um die Kärntner Geschichte und um das Villacher Museum erinnert. Dieter Neumann stellt die "Franzosenzeit in Villach" ausführlich dar. Wegen des 200-Jahr-Gedenkens zum Friedenschluss von 1809, mit dem Villach und Oberkärnten für einige Jahre französisches Staatsgebiet wurden, hat das Zeitalter Napoleons hier besondere Bedeutung. Unter anderem wird auch die Napoleonwiese in der grundlegenden Darstellung dieser bewegten Zeit behandelt.
Werner Watzenig berichtet mit den einstigen Parolen "All Heil und All Frei" über die Geschichte des Radsports und der Radfahrvereine in Villach. Mit Josef Erlachs "Velocipedisten-Club" war hier im Jahr 1878 der früheste Radfahrverein Österreichs entstanden. Dieser und auch die folgenden Vereine waren vorerst elitäre Clubs des Besitzbürgertums, denn erst mit der Massenproduktion von technisch ausgereiften Fahrrädern in der Zeit um 1900 und mit dem Rückgang der hohen Anschaffungspreise wurde Radfahren zum Massenphänomen. Der 1902 gegründete Arbeiter-Radfahr-Verein charakterisiert diese neue Breitenwirkung. Das Fahrrad wurde damals selbstverständlich und war seither bei weitem nicht mehr so prestigeträchtig.
Die Archäologen Claus Vetterling und Kurt Karpf waren in jüngster Zeit wieder tiefschürfend im historischen Villacher Boden tätig. Von der Musikschulbaustelle zur Gerbergasse, dem Gebietkrankenkassen-Neubau beim Hauptbahnhof zum einstigen Kathreinspital in der Italiener Straße führt dieser archäologische Streifzug. Er hat vielfältige Aufschlüsse von der Römerzeit bis herauf in die Gegenwart erbracht.
Der 46. Jahrgang von "Neues aus Alt-Villach" bietet auf 183 Seiten also wieder interessante neue Ergebnisse zur Geschichte, Archäologie und Technikgeschichte. Verkaufpreis € 13,50, im Abo € 10,90 erhältlich im Stadtmuseum.
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