Josef Willroider - Die historische Linde in Pritschitz am Wörthersee
Aus dem Nachlass von Dr. Wilhelm Neumann (verst. 19.3.2009), dem ehrenamtlichen Museumsleiter der Jahre1955 bis1980, hat das Museum unter anderem eine Zeichnung erhalten, die eine mächtige, historische Linde in Pritschitz am Wörthersee darstellt. Dieser schon damals uralte Baum wurde vom in Villach geborenen, einst in München und Düsseldorf wirkenden Maler Josef Willroider (1838 - 1915) in der Zeit um 1880 geschaffen.
Aus dem Nachlass von Dr. Wilhelm Neumann (verst. 19.3.2009), dem ehrenamtlichen Museumsleiter der Jahre1955 bis1980, hat das Museum unter anderem ein grau laviertes Bild (Grisaille-Aquarell) erhalten, das den an der Gail gelegenen Brückenort Federaun darstellt. Es wurde vom akademischen Maler Prof. Viktor Mytteis (1874 - 1936) geschaffen.
Eine Urkunde aus dem Jahr 1240 im Österreichischen Staatsarchiv enthält den frühesten Nachweis für das Siegel und Wappen von Villach. Es ist dies übrigens der älteste Siegelnachweis aller österreichischen Städte.
Am 29.Mai des Jahres 1864 begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt, und allen, die damals die festliche Eröffnung der Bahnlinie zwischen Klagenfurt und Villach erlebten, war bewusst, dass mit der dampfschnaubenden Lokomotive des ersten Sonderzuges eine mit großen Erwartungen verbundene Zeit in Villach Einzug hielt.
Zu den geschichtlich und archäologisch besonders interessanten Örtlichkeiten Kärntens zählt Judendorf bei Villach. Das kleine Bauerndorf, das seit 1331 urkundlich nachweisbar ist, hat sich in jüngster Zeit zu einem Wohngebiet im Südwesten des Stadtzentrums gewandelt, in dem nur mehr wenig vom ehemals ländlichen Charakter erkennbar ist.
Einen wissenschaftlich bemerkenswerten Villacher Neufund hat das Museum für seine Mineralogische Sammlung von der Naturführerin Martina Rudackij aus Landskron als Geschenk erhalten.
Neu erworben: R. Canaval, Bombenangriff auf den Hauptbahnhof, 1945
Sechzig Jahre nach der Zerstörung des Villacher Hauptbahnhofes durch die Bombenangriffe im II. Weltkrieg konnte das Museum dank des kulturgeschichtlichen Interesses der Stadt das 1945 entstandene Bilddokument aus dem Kunsthandel erwerben.
Der Kumitzberg nahe Landskron, zwischen St. Ruprecht im Norden, St. Leonhard und Neulandskron im Süden, der Talung von Zwischenbergen im Westen und Kumitz und Seebach im Osten gelegen, ist eine sanfte Kuppe aus Granitgneis, die etwa 130 m über den Vassacher See aufragt und deren unspektakulärer Gipfel 658 m Seehöhe aufweist.
Als Geschenk des Herrn Rudolf Kleewein erhielt das Museum kürzlich eine kolorierte Lithographie der Zeit um 1870, die Anton Stadlers „Restauration und Garten-Salon in Villach“ in etwas amateurhafter, jedoch anschaulich hübscher Weise darstellt.
Wieder hat die Stadt für ihr Museum eine Schenkung erhalten, nämlich vier Porträts, die uns Frau Gilda Tichatschek überließ. Es handelt sich dabei um Ölbilder, die den einstigen Villacher Buchhändler Cornelius Liegl (Klagenfurt 1844 - Villach 1910), seine Ehefrau Franziska Liegl geb. Jankouz (Klagenfurt 1849 - Villach 1913) sowie den Klagenfurter Buchhändler Eduard Liegl (St. Veit 1804 - Klagenfurt 1872) und einen weiteren Vorfahren, den kaiserlichen Rat Johann Prohazko (Wr. Neustadt 1776 - Klagenfurt 1846) darstellen.
Im Frühjahr 2005 hatte das Museum vier Porträts zur einstigen Villacher- und Klagenfurter Buchhändlerfamilie Liegl von einer Nachfahrin als Geschenk erhalten, worüber auch an dieser Stelle berichtet wurde. Nun im Februar 2006 ist neuerlich eine Schenkung zu vermelden, da ein nun in Deutschland lebender Urenkel des Cornelius Liegl ein weiteres Biedermeier-Porträt dem Museum der Stadt Villach übereignet hat.
Am 20. August 2006 verstarb in Mauthen im Gailtal, wo er am 23. April 1914 geboren worden war, der Maler Adalbert Kunze. Der Landschaft seiner Kindheit und Jugend ist er stets verbunden geblieben, sie bot ihm künstlerische Anregung und war ihm vielfältiges Motiv. Nach dem Schulbesuch in Mauthen und der Mittelschule in Klagenfurt ermöglichte ihm seine kunstsinnige Familie das zeitbedingt entbehrungsreiche Studium an der Wiener Kunstakademie. Von 1933 bis 1938 waren dort vor allem Wilhelm Dachauer und Herbert Boeckl seine Lehrer.
Willi Götzl - Aus dem Lebenswerk eines Kärntner Malers
So lautete der Titel der Sonderausstellung, die 1986 im Museum der Stadt Villach einen umfassenden Überblick über das Schaffen dieses Villacher Künstlers (geb. in Zeltweg 29.6.1907, gest. in Villach 3.4.1978) bot. Die Ausstellung wurde damals in einem kleinen Katalog und im Museumsjahrbuch (Neues aus Alt-Villach, 23 / 1986) dokumentiert. Zum hundertjährigen Gedenken wird der biographische Text hier neuerlich zugänglich gemacht und mit einigen Werken aus der Gemäldesammlung des Museums illustriert.